Negative Keywords richtig einsetzen: Wie 200 Ausschlüsse den ROAS verdoppeln

In unserer Praxis beobachten wir regelmäßig denselben Effekt: Eine strukturierte Negative-Keyword-Strategie mit 200 oder mehr Ausschlüssen kann den ROAS einer Google Ads Kampagne verdoppeln. Der Grund ist einfach – irrelevante Klicks kosten Geld, ohne Conversions zu generieren.

Warum Negative Keywords so wichtig sind

Broad Match und Phrase Match triggern oft Suchanfragen, die nichts mit Ihrem Angebot zu tun haben. Im B2B besonders häufig: Suchanfragen von Privatpersonen, Jobsuchenden, Studenten oder Wettbewerbern. Jeder irrelevante Klick kostet zwei bis zehn Euro – bei hunderten solcher Klicks pro Monat summiert sich das schnell.

Die Cluster-Methode

Statt Negative Keywords einzeln hinzuzufügen, empfehlen wir eine systematische Cluster-Strategie: Berufsbezogene Ausschlüsse (Ausbildung, Praktikum, Gehalt, Stellenangebot, Karriere). Informationsbezogene Ausschlüsse (kostenlos, gratis, DIY, Anleitung, Vorlage, Muster). Wettbewerber-Ausschlüsse (wenn Sie nicht auf Wettbewerber-Keywords bieten möchten). Geografische Ausschlüsse (Regionen oder Länder, die nicht bedient werden). Geräte- und Zielgruppen-Ausschlüsse (z.B. High-End-Mobilgeräte ausschließen, wenn B2B-Desktop-Nutzer die primäre Zielgruppe sind).

Praxisbeispiel

Ein B2B-Online-Shop für Industrieausstattung investierte 5.000 Euro pro Monat in Google Ads mit einem ROAS von 1,89. Nach Analyse der Suchanfragenberichte identifizierten wir 213 Negative Keywords in zehn Clustern. Drei Monate später: ROAS 4,06 – mehr als verdoppelt. Das Budget blieb gleich, aber der Anteil qualifizierter Klicks stieg von 45 auf 78 Prozent.

Pflege und Wartung

Negative Keywords sind kein einmaliges Setup. Prüfen Sie monatlich den Suchanfragenbericht und ergänzen Sie neue Ausschlüsse. Exportieren Sie Ihre Negative-Keyword-Listen regelmäßig als Backup. Nutzen Sie gemeinsame Ausschlusslisten auf Account-Ebene für übergreifende Ausschlüsse.

FAQ

Wie viele Negative Keywords sind zu viele? Es gibt kein „zu viele" – solange die Ausschlüsse relevant sind. Konten mit 500 oder mehr Negative Keywords sind im B2B nicht ungewöhnlich.

Soll ich Negative Keywords auf Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene anlegen? Beides. Account-weite Ausschlüsse über gemeinsame Listen für universelle Begriffe. Kampagnen-spezifische Ausschlüsse für thematische Abgrenzung.

Jörg Hehl

Jörg Hehl

Gründer & Geschäftsführer, Easeium LLC

20+ Jahre Erfahrung in Performance Marketing, SEO und Web-Analytics. Spezialisiert auf KI-Sichtbarkeit (GEO), EU AI Act Compliance und datengetriebenes Wachstum für DACH-B2B-Unternehmen.

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